• Die Brücken bei Schweinhütt (Strecke Plattling-Eisenstein)

    Am Ostermontag, dem 5.4.2021, wanderte ich auf dem Flusswanderweg von der Bettmannsäge nach Regen. Dabei unterquerte ich auch die Schweinhütter Regenbrücke (auch „Nagerlbrücke“ genannt). Diese stählerne Fachwerkbrücke ist 70m lang und 19m hoch. in den letzten Jahren wurden einige notwendige Reparaturarbeiten durchgeführt, trotzdem ist die Höchstgeschwindigkeit hier zur Zeit auf 30 km/h beschränkt. Einem PNP-Bericht vom September 2020 zufolge soll die Brücke bis 2026 saniert werden.

    Ein Farbtupfer im graubraunen Wald: der Regioshuttle-Triebwagen der Waldbahn auf der Schweinhütter Regenbrücke

    Etwas näher an der Brücke sieht die Szenerie so aus.

    Außerdem überquert die Waldbahn kurz nach dem Haltepunkt Bettmannsäge diese modellbahngerechte Granitbrücke über einen Forstweg.

  • 2021 Testlauf für kostenlose Fahrradmitnahme in den „Waldbahn“-Zügen

    Wie der Kreistag in Regen diese Woche beschlossen hat (Pressebericht hier), soll im Jahr 2021 die Fahrradmitnahme in den Zügen der „Waldbahn“ (Plattling-Eisenstein, Zwiesel-Grafenau, Zwiesel-Bodenmais, Gotteszell-Viechtach) kostenlos sein. Werktags gilt dies ab 9 Uhr.

    Leider haben in den vorhandenen „Waldbahn“-Triebwagen (Baureihe 650, die älteren grünen Fahrzeuge von 1996/1997) nur 6 Fahrräder pro Triebwagen Platz. Man hofft, dass ab 2023, wenn die Waldbahn-Verkehre von der BEG neu ausgeschrieben werden, neue Fahrzeuge eingesetzt werden, die mehr Platz bieten.

    Im Jahr 2019 wurden dem Pressebericht zufolge 9000 Fahrräder in der Waldbahn befördert.

  • Längst überfällig: Planung eines landkreisübergreifenden Verkehrsverbunds im Bayerischen Wald

    Wer im Bayerischen Wald mit Bahn und Bus unterwegs ist oder gar von einem Landkreis in einen anderen fahren möchte, hat es oft nicht leicht. Weder gibt es durchgehende Fahrkarten noch kann man auf einfache Weise herausfinden, was die Fahrt eigentlich kostet. Ganz abgesehen davon, dass es nicht möglich ist, freitagnachmittags, samstags und sonntags in Freyung einen Rufbus zu bestellen. Kein Wunder, dass hier öffentliche Verkehrsmittel von vielen nur als Schüler- und Behindertentransportvehikel wahrgenommen werden. Als Alternative zum eigenen Auto fällt hier so manchem nur das Auto der Eltern, das Auto der Verwandten oder das Auto des Nachbarn ein…

    Wie in den Lokalausgaben der Passauer Neuen Presse in letzter Zeit mehrfach bekanntgegeben wurde (unter anderem hier, Deggendorf 01.12.2020), laufen zur Zeit Planungen für einen Verkehrsverbund, der die Landkreise Passau, Freyung-Grafenau, Regen und Deggendorf umfasst. Zum 1. September 2021 soll eine Tarifgemeinschaft dieser Landkreise gegründet werden. Die Stadt Passau ist nach heutigem Stand noch nicht beteiligt.

    Einheitlicher Tarif für alle Landkreise

    Aktuell gibt es in der Region verschiedene Tarife. So gibt es im Landkreis Passau einen „Wabentarif“, der neben den Buslinien auch die Bahnstrecken Passau-Vilshofen und Passau-Bad Birnbach umfasst (Weitere Infos hier). Im Landkreis Regen gibt es ebenfalls einen Wabentarif, der aber nur für die Linienbusse gilt und nicht für die Waldbahn (Weitere Infos hier). Im Landkreis Freyung-Grafenau gibt es noch keinen Wabentarif, sondern einen kilometerabhängigen Tarif (Weite Infos hier).

    Als landkreisübergreifendes Angebot gibt es in Regen und Freyung-Grafenau bisher nur das Bayerwald-Ticket (Tageskarte um 9 Euro) und das Guti (Freifahrt für Übernachtungsgäste in teilnehmenden Gemeinden).

    Einfacher Fahrscheinkauf

    „Mit was anderem als digitalen Tickets brauchen wir dem Bürger heute gar nicht mehr kommen“ – so wird im oben verlinkten Zeitungsartikel der Deggendorfer Landrat Christian Bernreiter zitiert. Bislang ist es z.B. im Landkreis Freyung-Grafenau nicht möglich, Busfahrscheine über das Internet oder am Handy zu kaufen. In kleineren Bussen werden hier Fahrkarten noch per Hand auf einem Papiervordruck ausgestellt. Doch nicht jeder Fahrgast möchte auf das Handy angewiesen sein. In einem Verkehrsverbund sollte es auch möglich sein, Verbundfahrscheine in örtlichen Geschäften oder touristischen Attraktaionen wie den Nationalparkzentren zu kaufen.

    Verknüpfung von Bus und Bahn

    Ein Verkehrsverbund beschäftigt sich nicht nur mit dem Fahrkartenverkauf. Ein weiteres wichtiges Thema sind die Anschlussverbindungen zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln und Linien. Wer mit dem Zug nach Passau oder Grafenau anreist, sollte am Bahnhof ohne lange Wartezeit Busanschlüsse in die umliegenden Orte vorfinden oder auf einfache Weise einen Rufbus bestellen können. Aber auch zu überregionalen Verkehrsmitteln wie der ICE-Linie Wien-Passau-Frankfurt oder dem Flughafen München stellt ein Verkehrsverbund Anschlüsse her. Ach ja, auch die Staatsgrenzen zu Tschechien und Österreich sind nicht das Ende der Welt…

    Fahrgastinformation

    In einer Region, in der die wenigsten Einheimischen in der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel „erfahren“ sind, ist es besonders wichtig, Informationen für Fahrgäste auf leiche zugängliche Weise und verständlich darzustellen. Dazu gehören auch einfache Dinge wie eine von weitem lesbare Beschilderung an Bussen – nicht nur ein laminiertes DIN A4-Blatt an der Windschutzscheibe!

    Vorbilder aus anderen Regionen

    Andere ländliche Regionen besitzen bereits funktionierende Verkehrsverbünde, die von Einheimischen und Touristen gerne genutzt werden. Als Beispiele, die ich auf Reisen schon kennengelernt habe, seien hier der Verbund VMOBIL in Vorarlberg, der Verkehrsverbund Ostregion in Niederösterreich und dem Burgenland oder der Südtiroler Verkehrsverbund genannt.

    Kommentar: Thomas Stifter, Passau/Mauth, Dezember 2020.

  • Ost-V100 von SGL im Bauzugdienst in Zwiesel

    Ein lokbespannter Güterzug ist in Zwiesel mittlerweile ein seltener Anblick. Im September 2020 finden jedoch Bauarbeiten zwischen Zwiesel und Eisenstein statt, dabei werden Schienen gewechselt. Zu diesem Zweck war am 13.09.2020 die Lok V180.07 der Firma SGL, ehem. 202 349 der DB, in Zwiesel zu Gast. Der Streckenabschnitt Zwiesel-Eisenstein ist (Stand 13.9.) bis 1.10.20 gesperrt.

    Am Abend desselben Tages war 275 101 der evb (Vossloh G1206) mit einem Holzzug Richtung Hengersberg in Plattling zu sehen.

  • Waldbahn Gotteszell-Viechtach fährt vorerst weiter

    Wie am Montag auf einer Pressekonferenz in Regen von Ministerin Kerstin Schreyer bekanntgegeben wurde, fährt die Waldbahn von Gotteszell nach Viechtach vorerst weiter, solange ein Gutachten über einen Verkehrsverbund im Bayerischen Wald erstellt wird. Ein solcher Verbund ist längst überfällig, da es im Bayerischen Wald bisher keinen einheitlichen, für den Kunden verständlichen Tarif für Bus und Bahn gibt und auch die Verknüpfung zwischen Bus und Bahn verbesserungswürdig ist.

    Weiterhin hält das bayerische Verkehrsministerium an seiner Vorgabe von 1000 Fahrgästen pro Werktag fest, um eine Strecke dauerhaft zu reaktivieren. In anderen Bundesländern gibt es eine solche Vorgabe nicht. Dieser Wert wurde auf der Strecke nach Viechtach bisher nicht erreicht, jedoch auch auf anderen bestehenden Nebenbahnen nicht, z.B. Zwiesel-Grafenau. Die Bedeutung eines Bahnanschlusses für den Tourismus wird vom Ministerium weiterhin nicht berücksichtigt. Außerdem stärkt der Bahnanschluss nach Viechtach auch die Auslastung der „Haupt“strecken (Zwiesel-)Gotteszell-Plattling und Plattling-München, denn wer in Viechtach nicht in den Zug einsteigen kann, fährt wahrscheinlich gleich mit dem Auto weiter bis ans Ziel seiner Reise.

    Beim Besuch der Ministerin in Regen fand am Montag auch eine Demonstration am Stadtplatz statt.

    Zum Bericht des Bayerischen Rundfunks