Eine gemütliche Bahnreise „längs durch Schweden“ im Sommer 2019.

  1. Von Trelleborg nach Norrköping
  2. Bahnbetrieb in Norrköping
  3. Ausflug zur Schmalspurbahn Västervik-Hultsfred
  4. Inlandsbahn-Südabschnitt Kristinehamn-Mora
  5. Inlandsbahn-Mittelabschnitt Mora-Östersund
  6. Inlandsbahn-Nordabschnitt Östersund-Gällivare und Abschlussetappe nach Kiruna

1. Von Trelleborg nach Norrköping

Nach einer ruhigen Nachtfahrt auf der TT-Line-Fähre „Peter Pan“ kam am Morgen des 5.8.2019 Schweden in Sicht.
In Trelleborg werden die Fußpassagiere mit dem Bus vom Schiff aus dem Hafengelände gefahren. Der Bahnhof ist nicht weit entfernt.
Die zweigleisige Bahnsteighalle in Trelleborg wird erst seit wenigen Jahren wieder von Regionalzügen angefahren.
Von Trelleborg führte die erste Etappe der Reise nach Malmö Central.
Vormittags spazierte ich durch Malmö.
Historische Reklame in Malmö.
Von Malmö fuhr ich am Mittag des 5.8.2019 mit dem privaten Snälltåget nach Norrköping. Zuglok war Vectron 193 254.
Hinter der modernen Lok liefen fünf betagte schwedische Reisezugwagen und ein ehemals österreichischer Speisewagen, der übrigens auch Münchner Bier zu schwedischen Preisen serviert.
Innen erwartete mich ein herrlich plüschig-altmodisches Erste-Klasse-Abteil.
Nach vier Stunden gemütlicher Fahrt erreichte unser Zug mit 193 254 den Bahnhof Norrköping.

2. Bahnbetrieb in Norrköping

In Norrköping waren auch die Nahverkehrstriebwagen 61208 und 61202 zu sehen.
Blick aus meinem Hotelzimmer auf die Stadt Norrköping.
Norrköping ist bekannt für den Kakteengarten, der jedes Jahr kunstvoll neu bepflanzt wird.
Die größte Sehenswürdigkeit der Stadt ist die „Industrielandschaft“.
Noch ein Bild der Industrielandschaft in Norrköping.
Zurück zum Bahnhof Norrköping, wo abwechslungsreicher Betrieb zu sehen ist, hier Triebwagen 61202 und Lok Rc6 1417.
Die Diesellok T44 261 stand am 6.8.2019 mit einem Bauzug in Norrköping.
Auch die Doppelstocktriebwagen X40, hier Nr. 3335, sind in Norrköping anzutreffen
Triebwagen X50 9003 am 6.8.2019 in Norrköping.
Rc 1343 kommt mit einem Regionalzug aus Flemingsberg in Norrköping an.
Zum Schluss noch der Hochgeschwindigkeitszug X2 2023, ebenfalls am Hausbahnsteig in Norrköping.
Bei Eisenbahnfreunden ist Norrköping natürlich auch für seine Straßenbahn bekannt. Hier Wagen 69 auf der zentralen Einkaufsstraße Drottninggatan.
Eine Besonderheit in Norrköping ist diese Gleisverschlingung.
Noch einmal Wagen 69 am Umsteigeknotenpunkt „Söder Tull“.
In der Sommersaison werden historische Rundfahrten angeboten, ich fuhr am 6.8.2019 eine Runde mit Wagen Nr. 16 mit.
Noch einmal Museumswagen Nr. 16 auf der Drottninggatan in Norrköping.

3. Ausflug zur Schmalspurbahn Västervik-Hultsfred

Am nächsten Tag, dem 7.8.2019, fuhr ich mit dieser hübschen Gumminase namens „Anna Bielke“ nach Västervik.
Hier beginnt die 71km lange Schmalspurbahn nach Hultsfred (www.smalsparet.se). In der Sommersaison fahren hier bis zu dreimal täglich historische Triebwagen.
Die Schmalspurbahn hat eine Spurweite von 891mm. Auf den ersten Kilometern, von Västervik bis Jenny, befährt der Triebwagen ein Dreischienengleis.
Die gemütliche Fahrt durch die schwedische Seenlandschaft stimmt schon mal auf die später folgende Tour mit der Inlandsbahn ein.
Wie den Bahnhof Väderum stellt man sich schwedische Lokalbahnhöfe vor.
Ankunft der Triebwagengarnitur Nr. 874 und 888 am Endbahnhof Hultsfred.
Hultsfred ist auch mit Normalspurzügen erreichbar. Statt mit Itino Nr. 1426 fahre ich aber mit der Schmalspurbahn wieder zurück.
Nun genieße ich die Fahrt am offenen Fenster.
Rollwagenverkehr gab es hier auch.
Weiter geht die Fahrt durch Sumpf- und Seenlandschaft.
Haltestelle Tuna.
Die Schmalspurstrecke ist mit Lichtsignalen gesichert.
Halt am Bahnhof Verkebäck.
Schmalspurige Motordraisine in Verkebäck.
Das zweite Zugpaar des Tages ist im Bahnhof Västervik angekommen. Triebwagen 874 und 888 fahren noch einmal zurück Richtung Hultsfred.
Ich spaziere durch den Ferienort Västervik zum Hafen.
Ein gemütliches Plätzchen.

4. Inlandsbahn-Südabschnitt Kristinehamn-Mora

Am 8.8.2019 verlasse ich Norrköping mit dem Triebwagen 3193 Richtung Katrineholm.
So sieht es im Inneren von Wagen 3193 aus.
Über Hallsberg fahre ich nach Kristinehamn.
In Kristinehamn beginnt die berühmte Inlandsbahn, 1296km längs durch Schweden bis Gällivare. Die Bereisung der kompletten Inlandsbahn dauert zwei ganze Tage. Auf dem südlichen Steckenabschnitt bis Mora ist die alte Nebenbahn leider nicht mehr durchgehend befahrbar. Trotzdem kann man hier in der Sommersaison noch über Ställdalen und Borlänge mit durchgehenden Zügen bis Mora reisen. An diesem Tag, dem 8.8.2019, haben sich aber nur wenige Touristen in Kristinehamn eingefunden; die meisten steigen erst in Mora zu.
„Basislager“ für dieses Abenteuer ist das winzige Bahnhofscafe in Kristinehamn. Was hängt hier über der Vitrine? Knäckebrot!
Hier kommt auch schon der Zug aus Göteborg bis Mora. Zuglok ist Rc 1066 der privaten Tågab.
Und wieder eine gemütliche Fahrt durch schwedische Seenlandschaft…
… und durch landwirtschaftlich genutzte Gebiete.
Nykroppa Bike&Ride
Bei Nykroppa verlassen wir die eigentliche Inlandsbahn und fahren weiter Richtung Ställdalen.
Immer wieder Seen…
Unser Zug mit Rc 1066 ist nach etwa dreieinhalb Stunden um 14:05 in Mora angekommen.

5. Inlandsbahn-Mittelabschnitt Mora-Östersund

Nach eine kurzen Mittagspause am Bahnhofsimbiss geht es weiter mit einem Y1-Dieseltriebwagen auf dem Mittelteil der Inlandsbahn bis Östersund.
Auf der höchsten Brücke der Inlandsbahn.
Die Zugbegleiterin weist rechtzeitig auf Besonderheiten hin, so auch auf diese freundlichen Steinmännchen irgendwo im Wald.
Ja, es kommen noch mehr Landschaftsbilder…
Und weiter geht die Fahrt…
Der nächste größere Bahnhof ist Sveg. Hier scheint es noch einen Fahrdienstleiter zu geben.
Endlich kommt die Sonne heraus.
Bahnhof Ytterhogdal
Endlich ist der erste Essenshalt erreicht: Åsarna Södra. Die Mahlzeiten auf der Inlandsbahn werden im Zug vorbestellt. Das Essen gibt es dann in einem Lokal in der Nähe des Bahnhofs, z.B. Spezialitäten wie Rentiergschnetzeltes und Elcheintopf.
Ein typischer Bahnsteig im schwedischen Wald. Beachte: Auch hier steigen Reisende mit Koffern zu.
Abends um 20:30 erreicht unser Triebwagen Y1 1336 den Bahnhof Östersund. Hier übernachte ich dreimal.
Östersund liegt am See Storsjön.
Hier fährt auch das Schiff „Thomée“.
Zu Fuß besuchte ich die Frösö-Kirche.
Oberhalb der Stadt Östersund liegt das Biathlon-Stadion. Man beachte die verschossenen Patronenhülsen am Boden…
Am 10.8.2019 besuchte ich das Freilichtmuseum „Jamtli“ in Östersund. Hier wurden historische Gebäude aus verschiedenen Zeiten liebevoll restauriert.
Tankstelle aus den 50er Jahren im Freilichtmuseum Jamtli
In solchen Baumhäusern wurden einst die Vorräte vor Mäusen geschützt.
Dieser alte Volvo-Bus reiste einst als Gemischtwarenhandlung durch die Dörfer, heute ist hier ein Cafe eingerichtet.
Am 11.8.2019 begab ich mich wieder zum Bahnhof in Östersund. Hier traf ich die Triebwagen 62003 und 62001 von Norrtåg.

6. Inlandsbahn-Nordabschnitt Östersund-Gällivare und Abschlussetappe nach Kiruna

Triebwagen 1328 sollte mich am 11.8.2019 über den nördlichen Abschnitt der Inlandsbahn nach Gällivare schaukeln. Diese 746km lange Tagestour dauert planmäßig von 7:35 bis 21:31 mit zwei Essenshalten. Entspannen und genießen…
Gegend
Gegend
Gegend
Triebwagen 1328 hält am Bahnhof Hoting.
Bahnhof Hoting. Die Uhr ist zwar beleuchtet, geht aber falsch.
Am Bahnhof Hoting ist auch diese Denkmallok, Nr. 952 der SJ, zu sehen.
Der Führerstand des Y1-Triebwagens, der bei Fiat gebaut wurde und in Schweden einen Volvo-Motor bekam.
Bahnhof Vilhelmina.
Während des Mittagessens wartet Triebwagen 1328 in Vilhelmina Norra.
Blick nach Norden.
In Sorsele finden planmäßige Zugkreuzungen statt. Triebwagen 1328 wartet am 11.8.2019 auf den Gegenzug.
Im Bahnhof Sorsele gibt es ein kleines Museum zur Inlandsbahn.
Anschriften am Triebwagen 1328
Triebwagen 1356 ist am 11.8.2019 von Gällivare nach Östersund unterwegs, hier bei der Zugkreuzung in Sorsele.
Bahnhof Slagnäs
Triebwagen 1328 ist in Arvidsjaur eingetroffen.
Ein beliebtes Fotomotiv ist der hölzerne Elch in Arvidsjaur (daneben der Verfasser dieser Zeilen…)
Zu diesen abgestellten Dieselloks in Arvidsjaur weiß ich leider keine Details.
Zum Abendessen hält der Zug im Bahnhof Moskosel.
In Moskosel gibt es noch Formsignale, die aber kaum noch benutzt werden.
Wifi am Bahnhof gibt es selbstverständlich auch in Moskosel – siehe links unten.
Drei Stunden Fahrt durch die wäldliche Landschaft liegen noch vor uns, bald überqueren wir den Polarkreis.
Am Stausee in Porjus wird es dunkel.
Triebwagen 1328 hat die Reise nach Gällivare am Abend des 11.8.2019 wieder einmal geschafft.
Am Bahnhof Gällivare brennt noch Licht und ein Seifenblasenautomat begrüßt die Gäste. Ich begebe mich ins Hotel am Bahnhof.
Am 12.8.2019 erkundete ich bei trübem Wetter das Städtchen Gällivare, hier die Kirche.
Ein allerletztes Landschaftsbild aus Gällivare.
Zurück zum Bahnhof, wo Vectron 243 117 wartete.
Rc 1418 kam am 12.8.2019 mit einem Fernverkehrszug Richtung Kiruna nach Gällivare.
Rc 1335 in Gällivare.
Dieser Turmtriebwagen war einige Zeit vorher ausgerückt und kehrte nach Gällivare zurück.
Köttbullar zum Frühstück – im Glas ist übrigens Apfelsaft und kein schwedisches Dünnbier… Danach besichtigte ich das LKAB-Erzbergwerk in Gällivare, wo man mit dem Bus tief nach unten durch die Bergwerksstollen gefahren wird. Sehr interessant, leider war Fotografieren verboten.
Die letzte Zugfahrt dieser Reise führte am 13.8.2019 von Gällivare über die Erzbahn nach Kiruna, Zuglok war Rc 1326.
Erzzüge konnte ich nur aus der Ferne fotografieren, ein Beweisbild muss sein.
Die Reise endete in der Bergarbeiterstadt Kiruna, die bekanntlich in den nächsten Jahren komplett umgesiedelt wird. Von hier flog ich am 14.8.2019 mit SAS über Stockholm und Kopenhagen zurück nach München.
Von Trelleborg nach Kiruna (August 2019)
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